26. September Fahrtag bis Devils Marbles

Heute ist ein Fahrtag Richtung Norden. Wir wählen für den ersten Teil den ungeteerten Arltunga Tourist Drive, da er etwas kürzer ist als die geteerte Variante zurück über Alice Springs. Das Visitor Center hatte uns dafür das o.k. gegeben. Kurz nach der Abfahrt trottet eine zeitlang ein Dingo auf der Strasse neben uns her.

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Hätten wir gewusst, dass dieser „Tourist Drive“ ein besserer Feldweg ist, der vorwiegend über riesige Rinderweiden führt und nichts Interessantes zu bieten hat… wir hätten darauf verzichtet. Auf der Strecke sind uns ganze zwei andere Autos entgegengekommen. Einer davon sah ganz nach einem Farmer aus, wir haben gescherzt, dass der wohl von seinem wöchentlichen Einkauf in Alice Springs zurückkam…😆. Ich habe nicht mal ein Foto geschossen, so langweilig wars. Mit einiger Verspätung erreichen wir den Stuart Highway und haben damit wieder Asphalt unter den Rädern.
Wir durchfahren eine der vielen Aborigine-Siedlungen hier am Stuart Highway. Aileron ziert eine gewaltige Statue eines Aborigine-Kriegers.

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Super günstig tanken kann man am Roadhouse Wycliffe Well, welches sich selbst zur „Ufo-Capital of the world“ ernannt hat. Wahrscheinlich ganz einfach ein Werbegag um mehr Leute in diese einsame Gegend zu locken.

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Gegen Abend erreichen wir dann das Highlight dieses Tages: Die Devils Marbels! Wir können uns auf dem Einfach-Campground direkt an den Kugeln einquartieren.

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Der Himmel ist etwas bedeckt, aber als die Sonne sich dann doch noch kurz durch die Wolken schiebt ziehe ich nochmals los und wow, die Felskugeln (nach der Mythologie der Aborigines sind das die Eier der Regenbogenschlange) leuchten knallrot!

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Wunderschön!

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Wir merken, dass wir uns den Tropen nähern: Es kühlt nicht mehr ab am Abend. Wir sitzen noch etwas draussen bis uns die Mücken fressen. In der Nacht sind wir dann richtig froh, als bald einmal böiger Wind aufkommt und ein Gewitter über uns hinwegzieht, welches eine merkliche Abkühlung bringt.

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25. September Trephina Gorge

Für uns steht heute aber noch die Trephina Gorge auf dem Programm. Die East MacDonnels Ranges sind nicht so überlaufen wie die West Macs und die Trephina Gorge wird unser letztes Highlight im Red Center sein. Kaum sind wir aus der Stadt raus läuft uns auch schon ein Waran über die Strasse, leider ist er schnell husch und weg.

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Dann folgt die ungeteerte Anfahrt zur Trephina Gorge.

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Dort suchen wir uns auf dem Panorama Campground einen schönen Stellplatz aus. Der Bluff CG würde auch schön liegen, aber ein Hinweisschild sagt uns, dass er, da er im Flussbett liegt, bei starken Regenfällen überflutungsgefährdet ist. Starker Regen ist zwar nicht vorausgesagt, aber wir schlafen wohl doch ruhiger auf dem höher gelegenen Panorama CG.

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Wieder mal ein Einfachstcampground für 6.60A$ nur mit Plumpsklo genannt „Dunny“, aber dafür ist das Ambiente unbezahlbar schön.

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Wir erwandern gegen Abend noch die Schlucht. Zuerst führt der Weg hinauf auf den Rim.

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Mit schönem Blick in die Schlucht.

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Dann auf dem sandigen Grund der Schlucht wieder zurück. Wie man sieht, haben wir die Schlucht für uns.

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Ein paar Felsmalereien sind auch noch zu bewundern.

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Zurück am Campground geniessen wir dann ganz einfach nur noch den schönen Ausblick von unserer Campsite und nehmen innerlich bereits etwas wehmütig Abschied vom Red Center. Morgen machen wir uns auf in den Norden Richtung Top End.

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25. September 2016 Alice Springs Desert Park: Bush Tucker und Nocturnal House

Wir nehmen auch noch an einer Demonstration einer Aborigine teil, welche uns ganz viel über die traditionelle Nahrungsbeschaffung der Aborigine (Bush Tucker) erzählt.

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Welche Pflanzen und Tiere z.B. Raupen werden wie gefunden und zubereitet? Welche Pflanzen gegen welche Krankheiten eingesetzt?

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Was für Sammelgefässe gibt es und aus was werden sie hergestellt?

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Sehr spannend, nur ist das nun erworbene Wissen nur regional anwendbar, da mit einem Vegetationswechsel wie wir ihn bald vornehmen werden, auch die Nahrungsquellen ändern.
Als letzte Führung für heute begleiten wir noch einen Ranger durch das sehenswerte Nocturnal House, wo überwiegend die Tiere der Nacht wie z.B. das sehr süsse Mala-Känguru im Halbdunkel zu sehen sind. Diese habe ich natürlich nicht fotografieren können. Ein paar Bilder hier aber noch von tagaktiven Tieren, die ebenfalls dort hinter Glas zu sehen sind.

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Achtung giftig!

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Der einzigartige, aber absolut harmlose Thorny Devil. Es wäre so toll, wenn wir den mal in freier Wildbahn sehen würden!

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Ein Numbat.

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Und der Park hat natürlich auch Kängis zu bieten, dessen Gehege man betreten darf. Jetzt in der Mittagshitze liegen sie aber nur faul im Schatten rum. Recht haben sie☺!

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25. September Alice Springs Desert Park: Die Vogelflugshow

Heute besuchen wir den Desert Park nahe Alice Springs. Und ich kann einfach nur raten: Genug Zeit mitbringen! Wir haben mehr als 4 Stunden hier verbracht und hätten noch länger bleiben können! Ganz besonders interessant, aber auch zeitintensiv sind die Shows. Als Erstes besuchen wir kurz nach Ankunft die sehenswerte Vogelflugshow. Hier ein Tawny Frog Mouth, welcher sich die Show mit uns von erhöhter Position aus verschlafen angesehen hat😆.

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Dann werden auf freiem Gelände verschiedene Vogelarten vorgeführt. Den Auftakt macht der intelligente Butcherbird.

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Ihn haben wir hier schon des öfteren gesehen. Dieser hier gibt sogar Antwort, wenn man ihn etwas fragt☺.

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Dann folgt die Barn Owl, welche wie auf Befehl aus einem Baumstamm erscheint und auch ihre Runden über unsere Köpfe fliegt. Und nein, das ist nicht Hedwig😆…

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Der nächste ist ein Reiher. Ja, auch Wasservögel gibt es hier in der Wüste, wie wir bereits in der Ormiston Gorge gesehen haben.

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Der kleine, aber blitzschnelle Falke demonstriert uns seine ausgeklügelte Jagdtechnik.

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Und auch er ist schlussendlich erfolgreich und kriegt sein Leckerchen.

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Als Letztes dann zwei Wedge tailed eagles (sehr wahrscheinlich), welche knapp über unsere Köpfe hinwegfliegen.

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Die Flugshow ist nicht nur unterhaltsam sondern auch sehr lehrreich, so haben wir einiges über diese interessanten Vögel erfahren.

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24. September 2016 Simpsons Gap und Parrtjima Light Festival

Heute Nacht hat es geregnet und der Morgen ist bewölkt. Es wird also nix aus tollen Fotos vom Ellery Creek Big Hole. Dafür können wir einer Familie beim Böötlen (mit nur einem Paddel☺) zugucken.

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Wir beschliessen bei diesem Wetter bis Alice Springs durchzufahren. Wir statten Apollo wieder mal einen Besuch ab um die quitschende Türe (unsere Campnachbarn müssen uns bei jedem WC-Gang in der Nacht gehasst haben😈…) und andere Kleinigkeiten reparieren zu lassen. Dann müssen wir noch Einkaufen und das Visitor Center aufsuchen. Inzwischen wird das Wetter besser und wir fahren doch noch in die letzte bzw. Alice Springs am nächsten liegende Schlucht Simpsons Gap.

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Ich weiss nicht ob ich langsam „Schluchten-müde“ werde, ob es ist, weil hier Kinder rumlärmen und sich so natürlich keine Wallabys blicken lassen oder weil das Licht jetzt am Abend hier suboptimal ist, auf jeden Fall haut mich diese Gorge nicht eben um.

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Dafür erleben wir am Abend noch ein Highlight. Im Moment findet nahe Alice Springs das Parratjima Light Festival statt. Anscheinend die grösste Lichtinstallation, welche es jemals auf australischem Boden gegeben hat. Ein gratis Shuttle-Bus direkt gegenüber dem Campingplatz bringt uns hin.

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Das Spektakel ist dann wirklich überwältigend! An die imposanten Felsen der West MacDonnels Ranges werden Farbenspiele proijeziert, welche den Schöpfungsmythos der hier ansässigen Aborigines erzählt. Wichtige Figuren dabei sind grosse Raupen, welche der Legende nach das Gebirge geformt haben.

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Während die Lichtinstallation läuft wird das Ganze mit Musik aus Lautsprechern untermalt und die Geschichte in der Aborigine-Sprache erzählt.
Auch gigantische Laser erleuchten den Nachthimnel.

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Auf dem Gelände hat es auch diese lustigen beleuchteten „Pilz-Köpfe“, auf dessen Oberfläche ebenfalls Mythen aufgezeichnet sind.

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Oder es wird die bekannte Punktmalerei der Aborigines auf den Boden proijeziert und man kann darauf herumlaufen.

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Wir haben hier Leute getroffen die extra von Adelaide hierher gefahren sind, nur um diese Installation mit ihren Enkelkinder zu sehen. Und alles ist gratis, kein Eintritt wird verlangt, jeder kann kommen und gehen wie er will.

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Einzig auf den Shuttlebus zurück müssen wir etwas warten, aber ein grosses Glück für uns, dass wir eben in diesen Tagen hier in Alice Springs sind!

23. September 2016 Glen Helen Gorge, Ochre Pits und Ellery Creek Big Hole

Nach diesem nassen Vergnügen fahren wir etwas zurück zur Glen Helen Gorge.

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Diese ist in nur wenigen Schritten vom gleichnamigen Roadhouse aus zu erreichen. Weiter in die Schlucht vordringen könnte man aber auch hier nur mit einem kleinen Boot oder einer Luftmatratze. Eine solche hätte bei mehr Gepäckkapazität auch noch auf unsere Weltreise-Packliste gepasst😆… Beim Roadhouse teilen wir uns mit hübschem Blick auf den River für einmal einen Teller Fish&Chips mit Salat und nutzen das Wifi.

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Danach geht die Fahrt weiter mit einem kurzen aber sehenswerten Stop bei den Ochre Pits.

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Dies ist eine heilige Stätte der Aborigines, da sie an dieser Felsklippe den für sie wichtigen Farbstoff Ocker abbauen konnten.

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Dies war eine der wertvollsten Handelswaren zwischen den Aborigine-Völker. Die Gesteinsfarben von schwefelgelb über orange bis ins erdbraune sind einfach wunderschön!

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Unser letzter Stop für heute ist der Ellery Creek, wo wir auch übernachten. Zuerst aber nehmen wir ein seehr kühles Bad im Pool.

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Das Licht ist momentan nicht so ideal für Fotos der Schlucht. Vielleicht ist es hier morgen früh besser?

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Am Campingplatz testen wir dann zum ersten Mal unsere Solar-Dusche, klappt wunderbar, aber Bilder gibts keine😆. Und von unseren nassen Abenteuern heute muss noch so einiges an Wäsche getrocknet werden.

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