1.+2. November 2016 Bye, bye Australia

So, unsere wunderbare Zeit hier in Australien ist vorbei. Am 1. Dez. gibt es noch so einiges zu erledigen vor unserer Abreise und auch die Camperabgabe am 2. Dez. verläuft reibungslos. Wir hatten hier so viel Tolles erleben dürfen, es fällt etwas schwer Abschied zu nehmen! Eigentlich habe ich mich nur mit zwei Dingen in Australien nicht anfreunden können: das fantasielose Essen😆 und das oft mangelnde Umweltbewusstsein! Den Rest werden wir sicher vermissen, ob Neuseeland uns auch so begeistern kann??? Wir werden es sehen! Also, goodbye Kängurus, hello Kiwis☺!

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30. November 2016 Rottnest Island 3. Teil

So langsam wird das westwärts radeln ziemlich mühsam, denn es kommt heftiger Gegenwind auf.

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Ganz auf die Westspitze raus fahren wir nicht mehr. Macht nix, es gibt auch vorher noch so viel zu sehen.

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Sogar bei einem WC-Stop erwartet uns draussen ein Quokka.

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Eigentlich sollte man sie ja nicht berühren, aber was soll man machen, wenn sie so neugierig näher kommen?

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Schliesslich fahren wir durchs Inselinnere an die Nordküste. Juhee, endlich Rückenwind☺. Auch hier sind die Buchten traumhaft und wir machen ein kleines Nickerchen an der Parakeet Bay.

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Eine schnucklige Bucht von schönen Felsen umrahmt.

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Dann nehmen wir die letzten Kilometer unseres Rundkurses unter die Räder. An diesem Hafen,  wo wohl nicht ganz billige Jachten ankern, sehen wir das erste Mal wieder Behausungen.

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Ja, Rottnest Island ist tatsächlich ein Must-Do! Sei es wegen den Quokkas…

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… der Ruhe oder den Traumbuchten, hier könnten wir locker ein paar Tage verbringen!

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30. November 2016 Rottnest Island Teil 2

Bei der nächsten Bucht der Salmon Bay kommt in der Ferne bereits der Leuchtturm in Sicht. Wir machen hier nochmals eine ausgiebige Rast und essen unsere Sandwiches.

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Und Michael geht nochmals schnorcheln.

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Die Strände sind heute Morgen noch nicht überfüllt, es ist sehr friedlich und entspannend hier! Und weiter strampeln wir der Küste entlang westwärts.

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Dann erreichen wir den Wadjemup Leuchtturm in der Mitte der Insel. Der Aufstieg hat es in sich und linkerhand unter den schattigen Bäumen hat es wiederum Quokkas.

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Dafür können wir es dann hinunter sausen lassen. Vorsicht: Ein Skink am Wegesrand!

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Einen Abstecher auf einer unbefestigten Strasse Richtung Strickland Bay geben wir bald auf, zu gefährlich mit diesen Rädern.

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Und wieder Quokkas! Die Tierchen hier haben die Ruhe weg.

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Zu zweit ist ein Nickerchen noch schöner, oder?

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30. November 2016 Rottnest Island Teil 1

Es wurde uns allseits empfohlen bei einem Aufenthalt hier im Südwesten keinesfalls Rottnest Island auszulassen. Also haben wir vor ein paar Tagen die Fähre inkl. fahrbarem Untersatz gebucht. Wir sparen uns die Tagesparking-Gebühr indem wir ab unserem Campground „Fremantle Village“ den Gratisbus in die Stadt zum B Shed-Terminal nehmen. Hier startet die Fähre „Rottnest Express“, welche uns in ca. 30 Minuten auf die Insel bringt. Dort übernehmen wir unsere mitgebuchten Fahrräder inkl. Helm, die einzigen erlaubten Fahrzeuge auf der autofreien Insel.

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Die Velos sind nicht gerade der Hit: Bei meinem Gefährt gingen von 3 Gängen nur deren zwei (Michael hat sich dann meiner erbarmt und sich mit den zwei Gängen abgequält) und der Sattel ist nichts für empfindliche „Füdli“, aber Spass macht es trotzdem!
Wir fahren im Uhrzeigersinn los und bleiben (ist typisch) schon in der ersten hübschen Bucht hängen. Sie ist aber auch zuuu schön!

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Michael geht am Parker Point schnorcheln. Die Fische sind hier aber nicht so farbenprächtig und zahlreich, da lass ich’s bleiben.

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Dafür erkunde ich noch die Bucht im knietiefen Wasser watend.

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Und dann sehen wir unsere ersten Quokkas! Kleine Beuteltiere, ein bisschen grösser als Ratten, die nur hier auf Rottnest Island vorkommen.

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Sie sind überhaupt nicht scheu.

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Eigentlich wollten wir ja um die ganze Insel herumfahren, aber wir lassen uns nicht stressen, viel zuviele schöne Aussichten gibt es zu geniessen.

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Wir können uns nicht sattsehen und kommen halt so ziemlich langsam vorwärts.

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29. November 2016 Fahrt zurück nach Fremantle

Für morgen haben wir ja als letztes Highlight unseres Australien-Aufenthalts eine Tour nach Rottnest Island gebucht und so ist heute vor allem Kilometer fressen angesagt. Vorher gönnen wir uns aber nochmals einen Abstecher nach Yallingup, das Wetter ist hier oben einfach zu schön!

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Michael geht nochmals surfen und ich im kristallklaren Wasser baden.

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Ich wurde zudem wiedermal von einem Hund adoptiert, der mich zu seiner persönlichen Stöckchen-Werferin auserkoren hat.😆
Der Rest des Tages ist dann langweilige Fahrt mit noch langweiligeren Radio-Sendern nach Fremantle.

28. November 2016 Höhlen um Margaret River

Am Morgen geht Michael nochmals an der Redgate Beach surfen, danach haben wir die Qual der Wahl: Welche der sieben Höhlen hier in der Margaret River Region sollen wir nur besuchen? Für zwei Höhlen reicht es heute noch und wir entscheiden uns dann für die Calgardup Cave, welche von der Nationalparkbehörde verwaltet wird, und die Mammoth Cave gleich in der Nähe.
Obwohl wir einen NP-Pass haben kostet die Calgardup Cave Eintritt. Sie verspricht etwas abenteuerlich zu werden, denn wir werden mit Helm und starker Taschenlampe ausgerüstet.
Die Höhle ist dann auch tatsächlich gänzlich unbeleuchtet. Gleich beim Eingang hat es einen kleinen See (nur seasonal) wo sich die Stalaktiten im Wasser schön spiegeln.

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Die Höhlen sind zum Teil recht gross…

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… manchmal, besonders im hintersten Abschnitt der einen Wegstrecke, muss man ziemlich gebückt unter den Tropfsteinen hindurchgehen. Dafür hat man auch den Helm, damit man sich nicht den Kopf anstosst.

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Was man unbedingt machen sollte (falls man das Glück hat wie wir alleine unterwegs zu sein): Ganz am Ende des Weges auf der runden Bank absitzen und die Taschenlampe ausschalten! Es ist hier ABSOLUT DUNKEL! Kein Licht von irgendwoher, das ist schon sehr speziell!
Als wir dann schon fast wieder am Höhlenausgang sind, sitzt auf dem Geländer seelenruhig dieser Frosch, der hier wohl zuhause ist.

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Die zweite Höhle ist dann die Mammoth Cave. Eine der ersten Höhlen, welche hier entdeckt und für den Tourismus freigegeben wurde. Auch sie kostet Eintritt und ist im Gegensatz zur vorherigen Höhle beleuchtet.

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Man kriegt einen Audioguide (auf Wunsch auch auf deutsch) und kann in eigener Regie dieses Höhlensystem erforschen.

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Die Höhle ist auch für die Forschung von grosser Bedeutung, wurden hier doch Knochen und Versteinerungen längst ausgestorbener Tiere gefunden. z.B. von Riesenkängurus, Koalas (die es heute in dieser Gegend nicht mehr gibt)oder Zähne dieses Wesens, welches man hier extra vor dem Eingang in beeindruckender Lebensgrösse nachgebaut hat.

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Ganz am Ende der Höhle dann ein besonderes Phänömen in Tropfsteinhöhlen, ein „Schal“, durch die Beleuchtung besonders schön zur Geltung gebracht.

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Auch diese Höhle war toll, aber die unbeleuchtete hat uns noch einen Tick besser gefallen.

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Am Ende muss man über einige Stufen wieder hinauf ans Tageslicht steigen.

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Übernachten tun wir heute nochmals in Margaret River, dieses Mal in der Stadt auf einem sehr hübschen CG sogar mit Free Wifi.

27. November 2016 Pemberton Karri-Wälder

Wir fahren heute weiter nach Pemberton. Dieses Dörfchen ist ziemlich verschlafen und liegt mitten „auf dem Land“. Wären da nicht gleich mehrere Nationalparks in der Gegend. Alle haben vor allem ein Thema: Bäume! Und zwar richtig hohe Bäume. Zuerst besuchen wir den Gloucester NP, gleich in der Nähe der Ortschaft.

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Waldbrände waren (und sind immer noch) ein grosses Problem dieser Gegend. So hatte man früher auf ein paar der höchsten Bäume Ausgucke montiert um die Brandherde von oben möglichst bald zu entdecken.

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In den Stamm hatte man einfach lange Stahlstangen gehauen. Dann ist man die 53 Meter in die Höhe gekraxelt. Heute wird die Gegend von Flugzeugen überwacht und die Bäume sind wagemutigen Touristen überlassen z. B. Michael😆.

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Keine Frage, dass er sich das nicht entgehen lässt. Es ist aber nur für absolut schwindelfreie Charakteren empfehlenswert. Die Seite ist zwar mit einem Netz gesichert, zwischen den fast senkrechten Stäben herrscht aber gähnende Leere. Brrr… Ich lasse es nach ein paar Meter bleiben. Das Foto ist nur zum Veranschaulichen wie hoch es da rauf geht.☺

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Auf dem Weg zum nächsten NP führt uns ein kurzer Abstecher zu den „Cascades“.

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Kann man bei wenig Zeit aber auch getrost auslassen. Im Warren NP hat es wiederum einen Baum namens Dave Evans Bicentennial Tree den man besteigen kann. Dieser ist viel weniger bekannt, aber nochmals fast 20 Meter höher.

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Dafür hat es in der Mitte eine Plattform, wo man sich von der Kletterei erholen kann.
Fast oben…

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Auch ein dritter Nationalpark namens Beedelup NP liegt noch in der Nähe (und somit hat sich unser zweiter Nationalpark-Pass tatsächlich doch noch gerechnet). Hier kann man über eine wacklige Hängebrücke zu einem kleinen Wasserfall laufen.

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Auch kein Highlight, aber wenn man schonmal in der Gegend ist, ganz hübsch.

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Wir müssen nun der Wahrheit ins Auge blicken, dass nächsten Freitag bereits unser Flug nach Neuseeland geht und wir nur einen Bruchteil des Südwestens gesehen haben werden. Wir haben uns angewöhnt langsam und intensiv zu reisen. Wir müssen umkehren, damit wir noch ohne Stress zurück nach Perth kommen. Der Südwesten Australiens wird uns also hoffentlich ein anderes Mal nochmals wiedersehen….

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So fahren wir heute noch zurück nach Hamelin Bay, wo wir einen tollen Sonnenuntergang geniessen.

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Die Wolken zaubern ein Gesicht mit glühenden Augen an den Himmel.

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Wir spazieren noch etwas der Küste entlang, aber der kalte Wind treibt uns rasch wieder zurück zum Campground.

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Unsere Campground-Nachbarn haben gefischt (wie es scheint fischt hier einfach JEDER Australier:)) und keinen Kühlschrank und so kommen wir bereits zum zweiten Mal auf dieser Reise in den Genuss eines „Free Meal“, wie die Aussies das stolz nach einem Fang nennen. Absolut frischen Fisch direkt aus dem Meer quasi vor der Haustüre, einfach super!
Übrigens, Michael ist am 24.11. Götti von einem Ben geworden! Wir gratulieren nochmals aus der Ferne und freuen uns mit euch!