6.+7. Oktober 2016 Richtung Westaustralien

Am 6. Oktober verlassen wir den Litchfield NP frühzeitig wieder, da so viel geschlossen ist. Haben wir es im Red Center noch geniessen können, dass es dreimal mehr geregnet hat als gewöhnlich und die Wildblumen herrlich blühten, war es hier im Top End eher schade, dass wegen dem vielen und frühen Regen so viel bereits zu war. Egal, wir haben trotzdem viel Schönes erleben dürfen, auch wenn die schwüle Hitze manchmal fast unerträglich war.
So fahren wir zurück nach Katherine, wo wir nochmals übernachten und extrem gesund Znacht essen. Nach einer unruhigen Nacht (Possums veranstalteten über unserem Camper im Baum wohl eine wilde Party😆) ging es am nächsten Tag nämlich Richtung westaustralische Grenze.

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Und über die Grenze dürfen kein Gemüse, kein Obst, keine Nüsse und kein Honig transportiert werden. Hier vernichten wir noch auf der Fahrt die letzten Rüebli😆.
Die Landschaft ist auf dieser Fahrstrecke gar nicht so langweilig wie wir befürchtet hatten.

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Ein kurzer Stop auch beim gewaltigen Victoria River, benannt natürlich nach der damaligen Queen.

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Und in der Nähe von Timber Creek beim Gregory’s Tree. Einem Boabbaum, in welchen der Forscher A. Gregory während seiner Nordaustralien-Expedition sein Ankunftsdatum
2. Juli 1855 ritzen liess. Dies waren noch richtige Abenteurer…

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Das Gelände ist heute eingehagt, da es gleichzeitig ein heiliger Ort für die Aborigine ist. Dann erreichen wir den Quarantäne-Checkpoint vom Northern Territory nach Westaustralien und der sehr freundliche Officer guckt uns tatsächlich in den Kühlschrank! Alles sauber, wir schleppen keine bösen kleine Fruchtfliegen ein😆…
Gleichzeitig müssen wir die Uhr um 1,5 h (kein Scherz!☺) zurückstellen.
Kurz darauf erreichen wir Kununurra, wo wir uns auf dem schönen Ivanhoe CG für zwei Nächte einquartieren. Passend zum Gregory’s Tree hier ein Bild eines Gregory’s Dragon, die hier den Campground bevölkern.

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5. Oktober Litchfield Nationalpark Wangi Falls

Auf dem Weg zu den Wangi Falls halten wir noch beim Tollmer Falls Lookout (ein kurzer Weg führt dahin). Ein beeindruckend hoher Wasserfall, dessen Pool jedoch für die Öffentlichkeit gesperrt ist, um eine ansässige Fledermaus-Kolonie zu schützen.

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Die Wangi Falls sind dann zum Glück richtig toll, auch wenn hier ebenso der Wanderweg gesperrt ist.

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Dann wird halt im riesigen tropischen Schwimmbecken gebadet. Zum Wandern ist es eh zu heiss.

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Links und rechts hat es Palmen, über dir fliegen weisse Kakadus, das Wasser ist herrlich erfrischend, ein kleines Paradies!
Und Michael kann es nicht sein lassen und erklimmt den Wasserfall.

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Campen tun wir gleich auf dem Platz neben den Falls. Es ist zwar ein Einfach-Campground, hat aber Duschen und im Park hat es sogar Wifi.
Wir sind eben am Znacht machen, da sehen wir nicht weit entfernt eine Känguru-Dame mit einem Joey, einem Jungen.

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Wir können sie sicher etwa eine halbe Stunde lang beim Spielen, Säugen und Fressen beobachten.

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5. Oktober 2016 Litchfield Nationalpark Buley Rockholes

Jetzt geht die Reise weiter und führt uns in den Litchfield Nationalpark. Auf dem Weg dorthin müssen wir ein Bahngleis überqueren und es kommt tatsächlich ein Zug. Und es ist sogar ein Ghan, der Passagierzug welcher Darwin mit Adelaide also Australien einmal von Nord nach Süd verbindet!

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Auch hier im Park hat es viele Termitenhügel. Unter anderem eine spezielle Art, welche ihre Hügel exakt in Nord-Südausrichtung anlegt. Das Feld sieht somit ein bisschen aus wie Grabsteine auf einem Friedhof.

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Dann die erste Enttäuschung im Park: Die bekannten Florence Falls sind wegen Restaurierungsarbeiten zum Baden und Erwandern geschlossen. Hier hatten wir eigentlich vorgehabt, den ganzen Rest des Tages zu verbringen. Wir können sie einzig vom Lookout aus bewundern.

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Sie sehen wirklich herrlich aus. So schade! So fahren wir halt (wie alle anderen auch…) weiter zu den Buley Rockholes. Zumindest hier ist jetzt ausgiebiges Baden angesagt.

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Eigentlich ganz schön…

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Würde es hier nicht zu und her gehen, wie bei uns in der Badi im Hochsommer…

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Man findet aber schon seine ruhigen Momente, es sind nicht alle Pools voll belegt.

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Oder die Möglichkeit einen Salto auszuprobieren.😆

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3.+4. Oktober Darwin

Von diesen beiden Tagen gibt es weder viel zu erzählen noch viele Fotos. Beim Rausfahren aus dem Kakadu NP sehen wir noch diese Wasserbüffel, welche es hier zuhauf geben soll. Wir vermuten aber, dass diese hier nicht wild sind, sondern zu einer Farm gehören.

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Dann fahren wir durch nach Darwin. Hier müssen wir endlich wieder mal so spannende ;)Dinge erledigen wie: Bettzeugs und Wäsche waschen, Apollo Camper einen Besuch abstatten um kleine Dinge am Auto zu fixieren, Flipflops und ein neuer Rucksack (der Alte fällt auseinander) für mich kaufen, ein neuer Haarschnitt für Michael, Wasser, Gas und Benzin auffüllen etc. etc. Wifi auf dem Campingplatz ist wiedermal für Nichts, aber in Downtown Darwin in der Einkaufsmeile haben wir super Wifi und wir können endlich wiedermal Bilder für unser Backup hochladen.

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Sonst sehen wir von Darwin nicht allzu viel, wir finden es jetzt hier nicht super aufregend und uns zieht es eher wieder in die Natur. Ein Bild noch von einem „Gregorys Dragon“ auf dem Campground in Darwin abgelichtet.

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2. Oktober Ubirr Lookout

Von dem Weg zweigt ein Abstecher zu einem Lookout ab. Auch hier hat es noch Rock Art, die wir gerne auch als Rast im Schatten der Felsen nutzen.

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Wir gewinnen an Höhe. Huch, ist das heiss. Aber die Mühe lohnt sich: Die Aussicht ist fantastisch!

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Ein letzter steiler Aufstieg auf diesen Felsen. Könnt ihr Michael ganz klein mitten im Felsen entdecken?

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Einfach grossartig die Rundumsicht. Warum nur wirkt es auf den Fotos nicht halb so toll?

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Auf dem Felsen hat es aber null Schatten und meine Flipflops (ja, es ist knapp machbar in Flipflops☺) lösen sich eben in seine Bestandteile auf. Bereits das zweite Paar durchgelatscht…😆

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Den letzten Abstecher zu der Felsgalerie „Rainbow Serpent“ muss also Michael alleine laufen.
Ich vertraue ihm für einmal die Kamera an.

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Allzu viel von einer Schlange kann ich darin eigentlich nicht erkennen…
Bei der Rückfahrt von Ubirr nach Jabiru, wo wir heute übernachten werden, müssen wir noch diesen kleinen Fluss überqueren.

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Noch vor etwas mehr als einer Woche war diese Strasse noch gesperrt, da sie so Hochwasser hatten! So schnell können sich hier die Bedingungen ändern, kaum vorstellbar.
In Jabiru quartieren wir uns in einem tollen Campingplatz mit herrlichem Pool ein, für alle anderen Aktivitäten ist es heute einfach zu heiss. Michael kann direkt vom Pool aus noch dieses süsse Foto eines Flughundes schiessen.

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2. Oktober Ubirr Rock Art

Wir hatten als Tipp bekommen ganz in den Norden zum Cahills Crossing zu fahren. Da sollen Krokodile über die Furt springen, um auf diese Art grosse Fische zu fangen. Die im Visitor Center haben aber keine Ahnung und so fahren wir halt einfach mal los. Bei der Furt sehen wir dann Autos durchs Wasser fahren (braucht eine Bewilligung).

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Aber keine jumpende Krokis, nur eines welches sich gemütlich über die Furt hinabrutschen lässt.

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So besuchen wir gleich noch die Region Ubirr, wo es viele Aborigines-Felszeichnungen hat. Ein Trail führt zu den schönsten Zeichnungen.
Ein Käfer.

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Ein Mensch.

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So sieht die Gegend aus. Es ist fürchterlich heiss und schwül.

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Ein Fisch. Oft wurde Jagdbeute abgebildet.

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Ein Känguru.

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Der Akt des Zeichnens war den Aborigines wichtiger als das Erhalten der Bilder und so wurden ältere Zeichnungen oft übermalt. Das nächste Bild ist noch relativ jung, zeigt es doch einen Menschen mit Pfeife. Die Ankunft von weissen Menschen mit den Händen in den Hosentaschen😆 muss sie beeindruckt haben.

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2. Oktober 2016 Yellow Water Sunrise Cruise

Von allen als absolutes Must-Do empfohlen, sind unsere Erwartungen an den Yellow Water Sunrise Cruise, als wir uns zu früher Stunde an den Bootssteg fahren lassen, gross. Die Stimmung am frühen Morgen auf dem River ist schon speziell.

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Am Himmel fliegen lautstark ganze Schwärme von Gänsen herum.

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Dann geht die Sonne auf.

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Wir sehen einen Adler stolz auf einem Baum thronen.

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Riesige Felder von Seerosen.

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Eine Art Schwarzstorch.

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Dann kommt unser erstes Saltie in Sicht.

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Eine Entenschar. Wer nicht aufpasst, wird gefressen.

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Und hier bereits das nächste Kroki. Hier will man nicht im Wasser landen, es wimmelt nur so von Krokodilen😓.

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Brrrr, diese Beisserchen…

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Ein Kormoran beim Trocknen seiner Flügel.

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Ein Kücken eines weiteren Vogels. (So gerne würde ich die Tiere benamsen, aber ohne Internet zum Nachrecherchieren ist das leider nicht möglich.)

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Ein toller Cruise! Nicht nur weil man viele Tiere (Salties garantiert!) sieht und auch einiges über sie erfährt, sondern auch weil diese Wetland Landschaft, welche zum Unesco-Weltnaturerbe gehört, einfach sehr speziell ist.

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Ein Tipp noch am Rande: Entweder die Sunset- oder wie wir die Sunrise-Tour wählen! Während des Tages ist es einfach zu heiss und die Tiere verziehen sich. Bei der Sunrise-Tour ist sogar noch ein anschliessendes Frühstücksbuffet für wenig Aufpreis inkludiert. Geschmacklich nicht der Hit, aber einiges an Auswahl und somit o.k.

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